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Löschzug Sinsen 1930
Steigerturm an der Johannesschule
Löschzug Sinsen 1991
Löschzug Sinsen 1991 (Fahrzeuge)
Der folgende Textauszug stammt aus dem Buch:
Feuerwehr Marl - Chronik 1887-1991
Der Löschzug 4 - Sinsen
Der Ortsteil Sinsen war in seiner Geschichte stets nur eine Bauernschaft
und als solche ein Teil der damaligen Landgemeinde Oer.
Als in den Jahren 1868 bis 1870 die Eisenbahnline Haltern / Recklinghausen gebaut und
in Betrieb genommen wurde, erfuhr der Ortsteil Sinsen einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Mit diesem Wirtschaftlichen Aufschwung stieg auch die Einwohnerzahl und die Besiedelung
des Ortsgebietes.
Am 01. April 1926 wurde der größte Teil der damaligen Bauernschaft Sinsen in die Gemeine
Marl eingemeindet. Der östliche Teil von Sinsen wurde von der neugebildeten Gemeinde
Oer-Erkenschwick übernommen. Dadurch ist Sinsen leider in zwei Teile zerfallen.
Die Feuerwehr-Sinsen ist erstmals im Januar 1886 in alten Aktenunterlagen erwähnt.
Allerdings handelt es sich da nicht um eine "Freiwillige Feuerwehr" sonder um eine, wie
in vielen anderen Gemeinden auch "Pflichtfeuerwehr".
Im Januar 1886 hatte die Feuerwehr Sinsen (damals noch als Großgemeinde) eine stärke von
71 Mann.
An Löschgeräten standen zur Verfügung: 1 Spritze ohne Saugwerk sowie 25m Druckschlauch.
Wie aus Unterlagen vom 04. April 1893 zu ersehen ist, wurde Josef Leichhauer als erster
Spritzenmeister (heute Gerätewart) genannt. Für die Reinigung von Geräten, welche zweimal
im Jahr durchgeführt werden mußten, bekam Josef Leichhauer 15 Mark an Entschädigung.
Wie aus alten Unterlagen ersichtlich, hat am Freitag, dem 10. juli 1894, gegen 7 1/2 Uhr
(vermutlich 19.30 Uhr) eine Übung an der Spritze stattgefunden. Die schriftliche Einladung
zu dieser Übung, vom 03. Juni 1894, wurde vom damaligen Amtmann von Recklinghausen,
Herr von Gerstdorff, unterzeichnet.
Als Rechtsgrundlage verwies von Gerstdorff in seiner Einladung auf den § 12 der
Feuerlöschordnung vom 31. Januar 1887.
An dieser Übung haben 13 Angehörige der Feuerwehr Sinsen teilgenommen.
Der damalige Leiter der Feuerwehr, Löschdirigent genannt, war Heinrich Osterhoff.
Sein Vertreter Hermann Vortmann.
Leiter der II. Abteilung war Heinrich Rölfer gen. Rüping. Sein Vertreter Ludwig Tögemann.
Josef Schröder war Leiter der III. Abteilung und sein Vertreter Johann Koch.
Die IV. Abteilung wurde geführt von Franz Tögemann. Sein Vertreter war Theo Petersgen. Papmann.
Eine weitere Übung hat am 12. September 1895 um 9 1/4 Uhr (vermutlich 09.15 Uhr) stattgefunden.
Mit dem Schreiben der "Westfälisch-Anhaltische Sprengstoff Actiengesellschaft" vom
29. Mai 1899, unterzeichnet von dem damaligen Leiter, an den Amtmann von Gerstdorff in Recklinghausen, teilt das Werk mit, daß im Werk Sinsen eine Feuerwehr vorhanden ist, welche
über eine große und sechs kleine Feuerspritzen verfüge. Desweiteren wird mitgeteilt,daß
die Mannschaft gut ausgerüstet und ausgebildet sei und bei einem Brand auf Anforderung
auch ausrücken würde.
Im Jahre 1901 war H. Münch Löschdirigent in Sinsen. Am 19. November 1901 wurde ihm bei einer
Tagung in Röllinghausen eine Armbinde als äußerliches kennbares Zeichen überreicht.
Am 21. November 1901 bekam Josef Leichhauer, damals vermutlich Vertreter des Lösch-
dirigenten, ebenfalls eine Armbinde überreicht.
Weitere Übungen haben 1899, 1902 und 1906 stattgefunden.
Dieser Textauszug wird noch weiter vervollständigt!
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